Der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Kitaverbands unterstützt grundsätzlich die Einführung eines verbindlichen und kostenfreien letzten Kita-Jahres. Ein verpflichtender Besuch im Jahr vor der Einschulung kann dazu beitragen, Kinder besser zu erreichen, Förderbedarfe frühzeitig aufzugreifen und den Übergang in die Grundschule zu stärken. Voraussetzung ist jedoch, dass Qualität, Angebotsvielfalt und Trägervielfalt erhalten bleiben.
Der Verband warnt zugleich vor einer Verschulung der Kita. Frühkindliche Bildung müsse aus der Fachlichkeit der Elementarpädagogik heraus gestaltet werden. Verbindliche Bildungsziele werden befürwortet, sollen sich aber am Orientierungsplan orientieren und die pädagogische Konzeptfreiheit der Träger wahren.
Bei der Sprachförderung setzt der Deutsche Kitaverband auf alltagsintegrierte Sprachbildung im vertrauten Umfeld der Kita. Additive Förderangebote außerhalb der Kita sieht der Verband kritisch. Entscheidend seien qualifizierte Fachkräfte, individuelle Förderung und ganzheitliche Entwicklungsbegleitung.
Zudem fordert der Kitaverband eine systematische interne und externe Evaluation der pädagogischen Prozessqualität sowie eine starke, flächendeckende Fachberatung.
Gebührenfreiheit darf aus Sicht des Verbands nicht zulasten der Qualität gehen. Notwendig sind deshalb eine vollständige und verlässliche Finanzierung, eine transparente Kostenanalyse und klare Regelungen dazu, welche Betreuungszeiten und Kosten durch die Gebührenfreiheit abgedeckt werden. Freie und kommunale Träger müssen dabei gleichermaßen verlässlich finanziert werden. Für Betreuungszeiten über den kostenfreien Umfang hinaus müssen weiterhin zusätzliche Beiträge möglich bleiben.
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Bild von magnific