Junge Frau mit Megafon, die für Kinderrechte und Zukunft kämpft.

Hier finden Sie Updates zur Kampagne: Ziel, Kontext und politische Einordnung

Frühkindliche Bildung ist eines der zentralen Zukunftsfelder Deutschlands. Ihre Bedeutung ist politisch zwar anerkannt – strukturell kann sie jedoch die hohen Anforderungen nicht erfüllen. Zwischen steigenden Qualitätsansprüchen, Fachkräftemangel, unzureichender Finanzierung und einem komplexen föderalen System geraten Kitas zunehmend unter Druck.

Unsere Kampagne „Hier spielt die Zukunft“ setzt genau hier an: Sie verbindet die gesellschaftliche Bedeutung frühkindlicher Bildung mit einer klaren politischen Agenda für Reformen.

Politischer Kontext: Ein System unter Reformdruck

Deutschland investiert jährlich 50 Milliarden Euro in die Kindertagesbetreuung – doch es fehlt ein verlässliches System. Statt klarer Leitlinien prägen sehr unterschiedliche Regelungen, Qualitätsverständnisse und Finanzierungsmodelle die Realität.

Die Konsequenz ist ein strukturelles Ungleichgewicht:
• Die Qualität ist regional unterschiedlich und kaum vergleichbar
• Die Finanzierung ist uneinheitlich und oft nicht auskömmlich
• Träger arbeiten unter stark ungleichen Bedingungen

Besonders betroffen sind freie Träger, die zwar den Großteil der Versorgung sichern, aber strukturell und finanziell benachteiligt sind.

Das Zeitfenster
Die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen – insbesondere rund um das geplante Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG) – öffnet ein politisches Zeitfenster, um diese strukturellen Probleme grundlegend anzugehen.

Das Ziel der Kampagne: Politische Neuordnung von Qualität und Finanzierung
Die Kampagne verfolgt ein klares Ziel: Frühkindliche Bildung muss neu geordnet werden – mit klar definierten Leitbildern für Qualität
und einer verlässlichen Finanzierung. Die Kampagne versteht sich als strategischer Impuls, um diese Themen auf die politische
Agenda zu setzen und Entscheidungsprozesse aktiv zu begleiten.

Politischer Hebel: Ein bundesweiter Kita-Gipfel

Um diese Reform anzustoßen, braucht es einen zentralen politischen Prozess: Wir fordern einen bundesweiten Kita-Gipfel. Ziel dieses Gipfels ist es, alle relevanten Akteur:innen zusammenzubringen – Bund, Länder, Kommunen, Träger, Wissenschaft und Praxis – und eine gemeinsame Grundlage für die Weiterentwicklung des Systems zu schaffen. Damit wird frühkindliche Bildung als das behandelt, was sie ist: eine zentrale Zukunftsfrage mit gesamtstaatlicher Verantwortung.

„Hier spielt die Zukunft“ trägt dazu bei, frühkindliche Bildung langfristig als das zu verankern,
was sie ist: eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.