Der Deutsche Kitaverband NRW hat sich mit einem Offenen Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst gewandt. Anlass ist das geplante 18. Schulrechtsänderungsgesetz, mit dem verpflichtende schulische Vorkurse – sogenannte ABC-Klassen – eingeführt werden sollen.

Der Verband kritisiert, dass Kinder mit Sprachförderbedarf dafür aus ihrem vertrauten Kita-Umfeld herausgelöst werden sollen. Stattdessen setzt er auf alltagsintegrierte Sprachbildung in der Kita und verweist auf das Landesprogramm Sprach-Kitas, das rund 1.300 Einrichtungen fördert.

Der Deutsche Kitaverband fordert, den Gesetzentwurf zurückzuziehen, das Landesprogramm Sprach-Kitas dauerhaft zu sichern und auszubauen sowie Mittel gezielt in Kitas mit nachgewiesenem Förderbedarf zu investieren.

Diesem Brief an Ministerpräsidenten Hendrik Wüst ging ein vom Verband versendeter Brief an Landtagsabgeordnete voraus. Die Abgeordneten wurden mit dem gleichen Appel der Nichteinführung der ABC-Klassen drei Tage vorher kontaktiert.

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