Die frühkindliche Bildung steht in Baden-Württemberg unter wachsendem Druck. Freie Kita-Träger kämpfen mit finanziellen Unsicherheiten, uneinheitlicher Bedarfsplanung und strukturellen Wettbewerbsnachteilen. Gleichzeitig dürfen sinkende Kinderzahlen nicht als Anlass für Kürzungen verstanden werden, vielmehr bietet sich jetzt die Chance, Qualität gezielt auszubauen und die Betreuung nachhaltig zu verbessern.

Der Deutsche Kitaverband stellt daher noch vor Beginn der im Rahmen der anstehenden Koalitionsverhandlungen diese Forderungen:

  • Rechtssicheres und gerechtes Finanzierungsmodell für freie Träger, inklusive klarer Definition von Betriebskosten und echter Gleichbehandlung mit öffentlichen Trägern
  • 100 %-Finanzierung der Regelleistungen, um wirtschaftliche Stabilität und Vielfalt der Trägerlandschaft zu sichern
  • Transparente und gesetzlich geregelte Kitaplatzvergabe, die das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern stärkt
  • Rechtssichere, faire und transparente Bedarfsplanung unter klaren gesetzlichen Kriterien und Beteiligung freier Träger
  • Stärkung der alltagsintegrierten Sprachförderung als zentraler Bestandteil frühkindlicher Bildung
  • Systematische Evaluation der pädagogischen Qualität zur nachhaltigen Qualitätsentwicklung

Ein modernes Kita-System braucht verlässliche Rahmenbedingungen, die Vielfalt sichern, Qualität stärken und Eltern echte Wahlfreiheit ermöglichen. Frühkindliche Bildung ist mehr als Betreuung, denn sie ist die Grundlage für Chancengerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Zukunft.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die notwendigen Reformen anzugehen. Denn: Hier entscheidet sich die Zukunft.

Ausformulierte Forderungen Koalitionsgespräche BaWü 2026

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