Auf dem Weg zum Landesverband Baden-Württemberg

Erstes Treffen der Baden-Württemberg-Gruppe des Deutschen Kitaverbands mit Harald Paulsen (FDP-Fraktion)

Beim konstituierenden Treffen der Baden-Württemberg-Gruppe des Deutschen Kitaverbands bei der Spielwiese gGmbH in Muggensturm wurden wichtige Weichenstellungen für die Landesverbandsgründung gelegt und die Fühler in Richtung Politik ausgestreckt.

Harald Paulsen, Stellvertretender Geschäftsführer und Parlamentarischer Berater für Kultus, Jugend und Sport der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg gab einen Überblick über die Entwicklung landesspezifischer Themen in der frühkindlichen Bildung. Paulsen begrüßte die Verbandsgründung, denn es sei für die Politik wichtig, verlässliche Ansprechpartner zu haben. Wichtige Hintergrundinformationen bekäme man nur von Betroffenen.

In der frühkindlichen Bildung könne das Land nur Standards setzen und mit den kommunalen Spitzenverbänden darüber Vereinbarungen treffen, die dann über das Finanzausgleichsgesetz finanziert würden. In der Vergangenheit habe Baden-Württemberg einen großen Nachholbedarf beim Ausbau der U3-Plätze gehabt. Qualitative Impulse seien der Orientierungsplan und die Erhöhung des Personalschlüssels gewesen. Für die FDP seien Vielfalt und Wahlfreiheit wichtig. Die Einführung des Kinder-Bildungspasses, mit dessen Hilfe das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt werden sollte, wurde auf Initiative der FDP fallen gelassen.

Mit dem Pakt für Bildung und Betreuung wolle die Regierung aktuell die Qualität in den Kitas weiterentwickeln, z.B. durch Beratung der Einrichtungen zur Inklusion. Zusätzliche Mittel für die Leitungszeit sollen aus dem Gute-Kita-Gesetz kommen. Ferner sei nun das Forum für frühkindliche Bildung für das Qualitäts-Management zuständig. Hier sei es für den Verband wichtig, Mitglied des Beirats zu werden, betonte Vorsitzende Waltraud Weegmann.

Generell sei es für die freien Träger laut Paulsen von Bedeutung, wie sehr die Gestaltungsfreiheit eingeschränkt würde, sollte es Verbesserungen bei der Kita-Finanzierung geben. Zum Vergleich nannte er den Privatschulbereich, wo erheblich mehr Bürokratie für die freien Schulen entstanden sei.

Des Weiteren informierten Waltraud Weegmann und Romano Sposito über verbandsinterne Entwicklungen und die neue Büroleiterin des Hauptstadtbüros, Dr. Kerstin Brauckhoff, stellte sich vor. Gesammelt wurden ferner landespolitische Schwerpunkte, die man in Angriff nehmen will: Gleichbehandlung, Fachkräftemangel (Anerkennung ausländischer Fachkräfte), Kita- und Träger-Qualität und Bürokratieabbau.

Die Gründung des Landesverbands soll im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung in Stuttgart Ende Juni/Anfang Juli stattfinden.

2019-03-09T13:16:00+01:0008.03.2019|Aktuell|